Das Immobilienjahr 2017

geschrieben am 13.02.2017 von Thomas Wörner


Schutz vor Einbruch

Die  Anzahl  der  Wohnungseinbrüche ist in den letzten Jahren angestiegen. Deshalb hat der Bund die Fördergelderfür  Maßnahmen zum  Einbruchschutz für 2017 um 50 Millionen Euro aufgestockt.  Wohneigentümer können über die  Förderbank  KfW  günstige  Darlehenhen oder  Zuschüsse  für  den  Einbaueinbruchhemmender Haus- und Wohnungstüren sowie Fenster beantragen.Bezuschusst wird auch die Installation einer Alarmanlage oder einer Videokamera.

Höhere Umzugspauschale

Ab  1.  Februar 2017  steigt  der  Pauschalbetrag für berufsbedingte Umzüge, der als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden kann. Singles können 764 Euro (bisher 746 Euro) absetzen, Verheiratete 1.528 Euro (bisher1.493 Euro).  Für jede weitere Person des Haushalts sind 337 Euro (bisher329 Euro) anrechenbar. Voraussetzung dafür,  dass  der  Fiskus  sich  an  den Umzugskosten beteiligt, ist, dass sich der Arbeitsweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde am Tag verkürzt. Übrigens: Bei privaten Umzügen können die Lohnkosten  für das Umzugsunternehmen  als  haushaltsnahe Dienstleistungen  abgesetzt   werden. Von den Arbeitskosten werden maximal 20 Prozent erstattet.

Rund um den Strom

Strom wird 2017 teurer. Bedingt durch die steigende Umlage für erneuerbare Energien  (EEG-   Umlage)   steigt   der Preis um etwa einen halben Cent pro Kilowattstunde auf 6,88 Cent. Das liegt auch an den steigenden Nutzungsentgelten.  Einige  Stromanbieter   haben bereits Preiserhöhungen angekündigt. Das  Sonderkündigungsrecht  sorgt  in diesem Fall dafür, dass der Verbraucher aus dem Vertrag aussteigen kann. Laut aktuellem Urteil des Oberlandesgerichtes  Düsseldorf  darf  der  Kunde  auch dann  kündigen,  wenn  der  Preis sich lediglich durch die EEG Umlage erhöht. Die   höchstrichterliche   Entscheidung steht noch aus.

Noch etwas ist neu: Wer eine Immobilie baut oder kauft, in der eigener Strom erzeugt wird, kann diesen günstig an seine Mieter verkaufen. Denn laut EEG 2016 muss Strom, der in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Mietobjekt er-zeugt wird,  nicht  in öffentliche  Netze eingespeist werden. Für „Mieterstrommodelle“ fallen keine Nutzungsentgelte oder Konzessionsabgaben mehr an. Das senkt die Nebenkosten und macht das Miet-Objekt damit attraktiver!

Rauchmelderplicht

Bauvorschriften sind Sache der Länder. Dies gilt auch für die Ausstattung von Alt- und Neubauten mit Rauchmeldern. In 16 Bundesländern sind Rauchmelder in Neubauten bereits Pflicht. Beim Nachrüsten von Altbauten gelten Übergangsfristen. In diesem Jahr sind drei Bundesländer an der Reihe: In Nordrhein-Westfalen und im Saarland müssen bereits seit 1. Januar 2017 alle Wohnungen mit  Brandmelder  ausgestattet sein. In Bayern geht es gemütlicher zu: Dort müssen die Rauchmelder spätestens am letzten Tag des Jahres in Schlafräumen, Kinderzimmern, Fluren und Aufenthaltsräumen montiert sein.

 

Quellen: Bundesgerichtshof.de, immowelt.de, im- monewsfeed.de, finanztipp.de, eigenbedarfskuen- digung.com, finanztip.de, anwalt.de,

zeit-online.de

 


Kommentare


- Es sind noch keine Kommentare vorhanden. -