Die Energiepreise wuchern - Steuern Sie mit einfachen Maßnahmen dagegen

geschrieben am 11.07.2013 von Thomas Wörner

Die absehbare Erhöhung der Stromkosten erhitzt die Gemüter der Verbraucher. Zumal die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lediglich einen Teil der Mehrkostenbelastung der deutschen Stromverbraucher verursacht. Über 40 Prozent der Stromkosten entstehen durch Steuern, Abgaben und Umlagen. Für andere Kosten planen Stromnetzbetreiber zusätzliche Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent.

Haus & Grund: Verteuerung des Stroms politisch gewollt

„Die Verteuerung des Stroms war politisch gewollt“, erklärt der Vorsitzende des Zentralausschusses von Haus & Grund Deutschland, Michael W. Mönig. „Die hohen Wohnkosten in Deutschland sind Folge stark gestiegener Energiepreise sowie deutlich gestiegener Steuern und Abgaben. Der Staat ist damit der größte Preistreiber bei den Wohnkosten und hält den Schlüssel zu deren Senkung selbst in der Hand.“

Zum Vergleich: In den letzten zehn Jahren stiegen die Nettokaltmieten lediglich um 11,7 Prozent, während die Heizkosten um 52,2 Prozent und die Stromkosten sogar um 66,1 Prozent zulegten.

Aber auch bei Gas und Heizöl ist der Staatsanteil mit 25 und ca. 33 Prozent hoch.

Der Strompreis für eine Kilowattstunde wird 2013 von 3,6 auf 5.3 Cent steigen. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden muss also etwa 60 Euro mehr zahlen als bisher.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Wie Sie mit einfachen Mitteln Stromkosten sparen:

·         Rücken Sie Ihre Haushaltsgeräte zurecht. Kühlge­räte sind Energiefresser und sollten nicht neben Wärmequellen wie einem Herd stehen.

·         Die (leider noch schadstoffhaltigen) Energiespar­lampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen.

·         Wer die Energiespareinstellung seines PC anpasst, kann bis zu 60 Euro pro Jahr sparen! Bildschirm­schoner verbrauchen mehr Strom als der Monitor im Ruhezustand. Aufwendige Grafikkarten fressen 8,4mal mehr Energie als ein sparsamer Multimedia-Rechner. Und: Laptops verbrauchen rund 70 Pro­zent weniger Strom als ein Desktop-PC.

·         Schalten Sie ab: Ein auf Stand-by gestellter DVD-Player schlägt im Jahr mit 22 Euro zu Buche.

·         Waschmaschinen sollten Sie voll beladen. Eine 40- statt 60-Grad-Wäsche ist für normal verschmutzte Wäsche ausreichend und spart 50 Prozent Energie.


Quelle: Haus & Grund Deutschland

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