Die Fußbodenheizung

geschrieben am 22.10.2014 von Thomas Wörner

Die ersten Häuser mit Fußbodenheizung gab es  bereits um 100 nach Christus. Mit dem Untergang des römischen Reiches geriet die Technik in Vergessenheit und erfuhr erst in den 1980er Jahren hierzulande eine Renaissance. Mittlerweile wird fast jeder zweite Neubau mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

Doch auch nachträglich lässt sich das System installieren. Der Einbau im Altbau empfiehlt sich allerdings nur, wenn der Boden gut gedämmt ist.


Vor- und Nachteile der Fußbodenheizung

Von Vorteil ich zunächst, dass kein unschöner Heizkörper bei der Raumgestaltung stört. Angenehm: Die Flächenheizung verteilt die Wärme wunderbar gleichmäßig, was ein behagliches Raumklima schafft – und ein gesundes: Asthmatiker und Allergiker können im Wortsinne aufatmen, denn es wird kein Staub aufgewirbelt.

Positiv ist auch die Energieeinsparung: Sind die Füße wohlig-warm, wird die Raumtemperatur als wärmer empfunden, als sie tatsächlich ist. Die Heiztemperatur kann darum um bis zu zwei Grad abgesenkt werden.

Nachteilig hingegen ist die Trägheit des Systems: Es dauert eine Weile, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.

Höher als bei herkömmlichen Heizkörpern sind die Kosten für Einbau und Reparatur. Die Sanierung älterer Systeme ist recht aufwändig und teuer, da die Kunststoffrohre, im Gegensatz zu den heute verwendeten, sauerstoffdurchlässig waren. Da-durch konnte sich z.B. Rost an Metallteilen bilden.


Welcher Bodenbelag ist geeignet?

Bei der Wahl des Bodenbelags sollten Sie auf dessen Wärmeleitfähigkeit achten. Ideal sind Fliesen, Natursteine und Keramik. Wenn Sie Holz bevorzugen, wählen Sie Buche oder Eiche. Für Fußbodenheizung geeignete Teppich-, Kork-, Laminat- oder PVC-Böden sind gekennzeichnet.

Die elektrische Fußbodenheizung

Die oben genannten Nachteile wie aufwändiger Einbau und Sanierung beziehen sich auf die klassische Warmwasserfußbodenheizung. Es gibt auch eine elektrische Variante, die weitaus unkomplizierter, preisgünstiger (ab etwa 24 Euro pro Quadratmeter) und auch reaktionsschneller ist. Nachteilig sind die höheren Betriebskosten.

Nass- oder Trockensystem?

Die Warmwasser-Fußbodenheizung, die mit  Gas, Öl, Pellets und Solarthermie betrieben werden kann, ist als Nass- oder Trockensystem verleg-bar. Das Nasssystem, bei dem die Kunststoff-rohre mit dem Estrich vergossen werden, eignet sich vor allem für Neubauten. Für den nachträg-lichen Einbau ist das Trockensystem die bessere Wahl. Hier werden die Heizungsrohre in Schaum-platten verlegt und mit Trockenplatten abgedeckt.

Da die Nassestrichschicht wegfällt, ist die Fuß-bodenheizung im Trockenbau niedriger und hat ein deutlich geringeres Flächengewicht. Zudem kann sie nach einer Renovierung schneller in Betrieb genommen werden, denn die Trock-nungszeit entfällt. Der kleine Nachteil: In punkto Wärmeleitfähigkeit schneidet die Trockenvariante etwas schlechter ab als das Nasssystem.

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