Garten gießen bei Sommerhitze

geschrieben am 09.08.2017 von Thomas Wörner

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Auch wenn es in den letzten Wochen regional zu starken Regenfällen kam, stellt sich im Hochsommer für Hobbygärtner immer die große Frage, wie sie ihren Garten um das Haus optimal bewässern, damit alles fleißig wächst und blüht. Denn längere Trockenperioden zehren an den Kräften der Pflanzen. Von daher ist regelmäßiges Garten gießen jetzt ein Muss. Aber selbst bei einer scheinbar so simplen Tätigkeit gibt es einiges zu beachten. Denn schon kleine Fehler beim Gießen können großen Schaden anrichten.

Tipps für das Gartengießen im Sommer

Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) rät, seine Pflanzen im Garten bereits zwischen drei und vier Uhr morgens zu gießen. Um diese Uhrzeit kann das Wasser langsam in den noch kühleren Boden sickern. Dadurch gelangt es bis zu den Wurzeln, ohne vorher zu verdunsten.

Aber keine Sorge, Sie müssen nicht zum absoluten Frühaufsteher mutieren: Wer sich keine automatische Bewässerungsanlage zulegen möchte, um diese Nachtschlaf raubenden Gießzeiten einzuhalten, kann seinen Garten auch ruhig ein paar Stunden später wässern. Das ist immer noch besser, als das Garten gießen auf den Abend zu verlegen. In der Mittagssonne macht die Bewässerung allerdings keinen Sinn. Um die Mittagszeit ist sie im Sommer vielmehr eine reine Wasserverschwendung.

Die Bayerischen Gartenakademie empfiehlt zudem, nach dem Gießen den Boden aufzulockern. Das zerstört die Hohlräume in der Erde und leitet das Wasser besser in die Tiefe zu den Wurzeln. Auch Mulchen hilft dem Boden, mehr Wasser aufzunehmen und es länger zu speichern.

Als Faustregel gilt: Gießen Sie die Pflanzen im Garten lieber seltener (ca. zwei Mal pro Woche), aber dafür reichhaltig. Denn wenn Sie Ihre Pflanzen durch häufiges Wässern zu sehr verwöhnen, machen Sie sich nur unnötige Arbeit. Ratsamer und klüger ist es, Oleander, Rosen und Co. zu genügsamen Trinkern zu erziehen. Das macht die Pflanzen außerdem robuster und verlängert ihre Blütezeit. Denn um sich das benötigte Nass aus der Erde zu holen, müssen sie viele und lange Wurzeln bilden. Bei Topfpflanzen sollten Sie allerdings etwas großzügiger mit dem Gießen sein, weil diese weniger Erde umgibt, aus der sie sich das Wasser ziehen können.

Mit Ihrem Rasen verfahren Sie am besten so wie mit dem Garten gießen Ihrer Pflanzen: In Trockenperioden sollten Sie die Fläche ein- bis zweimal pro Woche wurzeltief durchfeuchten.

 

Eine Immobilie mit Garten

Auch wenn viele Menschen vom eigenen Garten träumen, in der Realität bedeutet ein Garten jede Menge Arbeit, bevor man vom Liegestuhl aus die Blumenpracht genießen kann. Aus diesem Grund raten die Immobilienmakler von RE/MAX, dass man sich vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ernsthaft die Frage stellen sollte, ob einem die Gartenarbeit wirklich Spaß macht. Denn nicht in jedem, der Bäume und Pflanzen liebt, steckt auch ein passionierter Hobbygärtner. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man sich lieber für eine Wohnung in den oberen Etagen entscheiden und sich von dort aus an dem hoffentlich gepflegten Garten erfreuen.

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