Hohe Fehlerquote: Die Heizkostenabrechnung

geschrieben am 24.01.2014 von Thomas Wörner

Bei ihrer Auswertung von 600 Abrechnungen, die im Zeitraum von zehn Jahren in der Energieberatung überprüft wurden, stellte die Verbraucherzentrale 
Rheinland-Pfalz im Herbst 2010 fest, dass knapp die Hälfte fehlerhaft war. Nur ein Drittel blieb ohne Beanstandung. Oft sind die Kalkulationen, die den
Abrechnungen zugrunde liegen, falsch.  

Es lohnt sich also, die Heizkostenabrechnung genauer zu prüfen. Rechtliche Grundlage hierfür ist die Heizkostenverordnung. Nehmen Sie alle Rechnungen und Unterlagen, auf denen die Kostenaufstellung basiert, unter die Lupe. Der Verwalter oder Vermieter muss Einsicht in die betreffenden Dokumente gewähren – bei begründeten Anfragen auch in die des Nachbarn (falls Sie den Verdacht haben, für andere mit zu bezahlen).  

Bei Unklarheiten sollten Sie aktiv werden und sich bei den Verbraucherzentralen oder Mietervereinen Rat holen -  oder einen Rechtsanwalt aufsuchen. 
Die Einspruchsfrist beträgt bis zu zwölf Monate nach Erhalt der Rechnung. Bei Wohnungseigentümern segnet im Regelfall die Eigentümerversammlung die 
Heizkostenabrechnung ab. Der einzelne Eigentümer kann sie nur durch eine Klage anfechten – und dasauch nur innerhalb eines Monats nach dem Beschluss. 
Wohnungseigentümer, die nicht an der Versammlung teilnehmen können, sollten bei der Hausverwaltung darauf drängen, schnell das Beschlussprotokoll zu 
bekommen. „Viele Verwalter lassen sich hiermit nämlich Zeit“, weiß Rechtsanwalt Wolf-Bodo Friers von der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund.  

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